Chefredakteurin Arbeitsschutz
Haufe Group
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Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsprozesse, Entscheidungswege und die Wahrnehmung von Risiken. Damit verändern sich auch die Anforderungen an eine gelebte Sicherheitskultur. Für Fachkräfte für Arbeitssicherheit stellt sich eine zentrale Frage: Wie verändert sich ihre Rolle, wenn Algorithmen Gefährdungen erkennen, Prozesse steuern und Entscheidungen vorbereiten? Werden sie durch KI überflüssig – oder gewinnen sie gerade dadurch an Bedeutung, weil menschliches Urteilsvermögen, Vertrauen und Beziehungsarbeit umso wichtiger werden?
Der Vortrag zeigt: Die Fachkraft für Arbeitssicherheit ist mehr denn je auch in einer KI-geprägten Arbeitswelt kein Technikverwalter, sondern Kulturgestalter. Sie ist Vertrauensperson, wenn neue Technologien Unsicherheit auslösen, und Multiplikator, um neue Erkenntnisse in den betrieblichen Alltag zu tragen. Und sie gibt den entscheidenden Impuls für eine Sicherheitskultur, die auf Lernen statt auf Kontrolle setzt. Anhand praktischer Beispiele wird deutlich, wie entscheidend die Rolle der Fachkraft für Arbeitssicherheit für die Entwicklung der Sicherheitskultur bleibt.
Psychische Belastungen durch KI: Der Arbeitsschutz kennt Lärm, Hitze und schwere Lasten – und auch psychische Belastungen.
Doch was gibt es zu berücksichtigen, wenn KI-Systeme ins Spiel kommen?
Sie verändern Arbeitstempo, Kontrollerleben und Erwartungen schneller, als Vorschriften hinterherkommen.
Unternehmen und ihre Arbeitsschutzakteure jonglieren zwischen Effizienzversprechen und der Frage, ob die Psyche der Belegschaft dabei noch mitkommt. Der Vortrag liefert Einblicke und Denkanstöße für die Praxis.
Künstliche Intelligenz ist in den Betrieben angekommen – oft schneller, als Regelwerke und Verantwortlichkeiten nachziehen können. Mit dem 2. August 2026 nehmen die Marktüberwachungsbehörden ihre Kontrolltätigkeit auf, und mit dem KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungsgesetz (KI-MIG) ist geklärt, wer in Deutschland prüft und sanktioniert. Gleichzeitig verschiebt der Digital Omnibus die Pflichten für Hochrisiko-KI nach hinten. Was gilt damit jetzt wirklich – und was heißt das für den Arbeitsschutz?
Der Vortrag gibt einen kompakten, praxisnahen Überblick über die drei Dimensionen eines sicheren KI-Einsatzes: die rechtlichen Pflichten aus KI-Verordnung, DSGVO und Betriebsverfassungsgesetz, die neuen Angriffsflächen für die Informationssicherheit und – im Schwerpunkt – die Konsequenzen für den betrieblichen Arbeitsschutz. Dass die Pflicht zur KI-Kompetenz bereits seit Februar 2025 für jeden Betreiber gilt, ist vielen Unternehmen bis heute nicht bewusst.
Im Zentrum steht die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG: Sie ist das Instrument, mit dem Fachkräfte für Arbeitssicherheit KI-Risiken systematisch erfassen – von psychischer Belastung und Automation Bias über die Nachvollziehbarkeit von Systementscheidungen bis zur Verantwortung bei Systemausfall. Anhand konkreter Beispiele aus dem Alltag der Sifa zeigt der Vortrag, wo KI den Arbeitsschutz stärkt und wo sie neue Gefährdungen schafft – etwa an der schmalen Grenze zwischen zulässiger Müdigkeitserkennung aus Sicherheitsgründen und der nach Art. 5 KI-VO verbotenen Emotionserkennung am Arbeitsplatz.
Die Teilnehmer nehmen einen Fahrplan in sieben Schritten mit, mit dem sich KI im eigenen Betrieb rechtssicher, cybersicher und arbeitssicher einführen lässt.
Der Vortrag vermittelt eine praxisnahe Einführung in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Arbeitsschutz mit besonderem Fokus auf generative KI und Large Language Models (LLMs). Nach einem kurzen Überblick über verschiedene Sprachmodelle wird erläutert, welche Unterschiede zwischen KI-Systemen mit festem Wissensstand, Chatbots mit Internetzugriff sowie Chatbots, die fokussiert auf unternehmensinterne oder fachspezifische Daten zugreifen, bestehen.
Der Schwerpunkt liegt auf dem sogenannte Prompting, also der Formulierung wirksamer Eingaben an KI-Systeme. Sie erfahren, welche Faktoren die Qualität der Antworten beeinflussen, welche Prompting-Techniken in der Praxis besonders gut funktionieren und welche Vorgehensweisen heute kaum noch einen Mehrwert bieten.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen konkrete Anwendungsmöglichkeiten für Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Anhand zahlreicher praxisnaher Beispiele und Use Cases wird gezeigt, wie KI bei typischen Aufgaben im Arbeitsschutz unterstützen kann
Ziel ist es, die Potenziale generativer KI zu realisieren und das Gelernte unmittelbar in den Arbeitsalltag übertragen zu können.