Senior Expert Health Management
Merck, Darmstadt
Dr. Nils Balser ist seit 2014 bei Merck in Darmstadt tätig, zunächst als Referent für Betriebliches Gesundheitsmanagement. In seiner heutigen Rolle als Senior Expert Health Management verantwortet er bereichsübergreifende Projekte, unter anderem zur aufsuchenden betrieblichen Gesundheitsförderung im Produktionskontext. Zu seinen Schwerpunkten zählen Evaluation und Kennzahlenmanagement sowie die Beratung von Führungskräften. Er kommt aus den Sportwissenschaften.
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Muskel-Skelett-Erkrankungen und Stolperunfälle gehören im Produktionsumfeld zu den zentralen Herausforderungen für Gesundheit und Sicherheit. Merck setzt deshalb seit vielen Jahren auf einen aufsuchenden, niedrigschwelligen Ansatz, der Prävention direkt zu den Mitarbeitenden bringt.
Im aktuellen Projekt wurde das Training in mobilen Fitnessbussen um VR-basiertes neurozentriertes Training erweitert. Ziel ist es, neben der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen auch funktionelle Fähigkeiten zu adressieren, die für die Vermeidung von Stolperunfällen relevant sind.
Dr. Nils Balser, Senior Expert Health Management bei Merck, zeigt, wie der Bedarf aus dem internen Kennzahlensystem abgeleitet wurde, wie die Maßnahme im Produktionsalltag umgesetzt wird und welche vorläufigen Ergebnisse vorliegen. Ein Praxisbeispiel dafür, wie BGM und Arbeitsschutz an einer gemeinsamen Präventionsstrategie arbeiten können.
Zum Abschluss diskutieren die drei Referenten miteinander und mit dem Publikum. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, die nach drei Vorträgen offenbleiben: Wo lässt sich die personenbezogene Ebene an die Gefährdungsbeurteilung anschließen? Wer trägt die Kosten, wenn eine Maßnahme gleichzeitig auf Unfallkennzahlen und Arbeitsunfähigkeitstage einzahlt? Und was ist der erste Schritt, der nichts kostet?
Die Perspektiven aus klassischem Arbeitsschutz, betrieblichem Gesundheitsmanagement und Trainingswissenschaft sind bewusst nicht deckungsgleich. Unterschiedliche Einschätzungen werden offen ausgetragen statt geglättet. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht.